Mein Lieblings-Chirashi

Blitz-Sushi für Faule (Chirashi) kennt ihr jetzt ja alle. Hier habe ich für euch noch das Rezept für meine Lieblings-Variante von Chirashi, dafür würde ich meilenweit gehen. Oder doch lieber selbermach? Klar doch, das ist bequemer und einfacher… Es geht blitzschnell und lässt sich auch noch nach Gusto abwandeln.

Das Chirashi mit rohem Lachs und einem weich gekochten Ei find ich einfach unwiderstehlich! Kennengelernt habe ich das Gericht mit etwas Algensalat garniert, ich mach es jetzt aber auch häufig mit Avocado, das schmeckt auch ganz toll. Diese easy Schüssel-Sushi passen übrigens in den Bowl-Food-Trend, es ist sehr angesagt, sein Essen – vom Zmorge-Müesli über den Lunch-Salat bis hin zum Nachtessen – schlicht, aber hübsch in einer Essschale anzurichten.

Und nun zu meiner Lieblingsvariante der praktischen Schüssel-Sushi, ich habe sie das erste Mal wie auch das Chirashi im Picnic entdeckt und bin seither fast süchtig danach. Das Gericht wird dort als Yamakake angeboten.

Unten Sushi-Reis, oben rohe Tuna- oder Lachswürfel, ein weich gekochtes Ei und etwas Salat von Wakame-Algen.

Bei der Zubereitung des Eis musste ich etwas tüfteln, mittlerweile weiss ich, dass es mir am besten schmeckt mit einem Onsen-Ei (siehe Blog Sushi für Faule: Chirashi) ((LINK)), aber ein weich gekochtes Ei (2 bis max. 2,5 Minuten) geht auch prima. Das Schälen ist allerdings mit dem Onsen-Ei etwas einfacher, aber es geht auch mit dem weich gekochten Ei, man muss nur etwas vorsichtiger ans Werk gehen.

 

 

 

 

Yamakake für 2 Personen

Eine halbe Portion des Sushi-Reis-Rezeptes, 200 bis 250 g Sashimi-Lachs, 2 Eier, 1 Avocado oder 1 Schale Algensalat (ca. 80 g) und noch einige schwarze Sesamsamen.

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Was ist Yamakake denn genau?

Bei meiner Rezept-Recherche (ich wollte unbedingt herausfinden, wie man das Ei perfekt kocht) habe ich erstaunt festgestellt, dass unter Yamakake meist etwas anderes verstanden wird als ich suchte, nämlich ein Sashimi vom Thunfisch mit geriebener roher Yamswurzel. Die geriebene Wurzel ergibt eine weisse Paste, die etwas schleimig ist. Ich habe es schon gegessen und war nicht so begeistert.

Yamakake_Ryokan_neu

 

Die geriebene Yamswurzel wird oft auch Tororo genannt und als Beilage gegessen oder auf Nudeln (Soba, Udon) serviert. Yams wird übrigens nur in Japan roh gegessen und nur dort bleibt sie nach dem Reiben hell, Sorten aus anderen Ländern sollen mehr Eisen enthalten, das bei Luftkontakt schnell oxidiert und dem Yams eine unschöne rötliche Färbung verleiht. Er soll sehr gesund sein dank Vitamin C, Calzium, Kalium und weiteren Vitaminen und Mineralstoffen. Nun, gesund hin oder her, wir Europäer haben oft unsere Mühe mit schleimigen Konsistenzen…

Also, das war definitiv nicht das Gericht, das ich suchte. Schliesslich fand ich heraus, dass das was ich so gern habe, eine Chirashi-Variante ist, die hier in der Schweiz unter dem Namen Yamakake bekannt wurde. Und ich muss zugeben, dass ich das weich gekochte Ei dem geriebenen Yams bei weitem vorziehe!