World Peace Cookies

Wohin man auch schaut, überall in den Läden wimmelt es von weihnächtlichen Ausstechformen, farbigen Zuckerstreuseln, Goldpulver und anderen Backutensilien – die Schweiz ist im Guetzlifieber. Gemäss einer Umfrage von Coop backen die Schweizer am liebsten Zimtsterne, dicht gefolgt von Spitzbuben, sowie Mailänderli und Brunsli. Also schön traditionell. Ist ja auch gut so, an diesen Guetzli haften eben viele Kindheitserinnerungen von Samichläusen, die sie aus ihrem Sack holten, wenn man brav war, oder von Grossmüttern, die einen den ganzen Nachmittag damit fütterten, wenn man ihnen versprach, den Eltern nichts zu erzählen.

Aber dennoch, wer nie etwas Neues probiert, kann auch vieles verpassen. Ich jedenfalls, so sehr ich die klassischen Weihnachtsguetzli auch mag, probiere gern mal was Neues aus. Dieses Jahr sind es World Peace Cookies.

 

World Peace Cookies sind im Moment der Renner in den USA. Erfunden hat sie Pierre Hermé, ein französischer Konditor, der Picasso der Patisserie, wie er vom „The Guardian“ auch genannt wird. Ursprünglich hiessen sie Korova Cookies. Die amerikanische Kochbuchautorin Dorie Greenspan präsentierte sie erstmals in ihrem Werk  Paris Sweets.  Nachdem Dories Nachbarin die Korova Cookies jedoch probiert hatte, meinte sie, eine tägliche Dosis dieser Guetzli wäre alles, was es braucht, um den Weltfrieden zu sichern. Von da an, hiessen die Guetzli World Peace Cookies.

Ein Guetzli mit einem so viel versprechenden Namen musste ich einfach ausprobieren. Und ich kann euch sagen: Okay, was den Weltfrieden betrifft, kann ich leider nichts sagen, dazu müsste ich erstmal ein paar Guetzli an die Staatsoberhäupter der ganzen Welt schicken, aber was den Frieden in meiner kleinen Welt betrifft, ja, den habe ich vom ersten Bissen an bekommen.

Die Guetzli sind unfassbar gut. Ziemlich mürbe und krümelig – und richtig schokoladig, mit vielen kleinen Stücken und einer ganz feinen salzigen Note. Chocoholics werden in Extase geraten!

World Peace Cookies – zum Rezept.

Während ich sie gebacken habe, war ich mehrmals kurz davor, den Teig einfach in den Müll zu schmeissen, weil ich überzeugt davon war, dass daraus niemals halbwegs anständige Guetzli werden könnten. Der Teig war so krümelig und trocken, dass es echt nicht einfach war, ihn zu einer Rolle zu formen, und später in Cookies zu schneiden. Aber das soll normal sein. Nicht verzweifeln, nichts fortwerfen, wenn der Teig zerbröckelt, einfach alles wieder irgendwie zusammenpappen und backen – alles kommt gut!

So, und hier ist das Rezept, das ich von Food52 übersetzt und adaptiert habe. Möge es Euch inneren Frieden schenken! Und wenn ihr es schafft, nicht alle Guetzli selbst zu verputzen, verschenkt ein paar – wer weiss, wenn genügend Leute das tun, wird es doch noch was mit dem Weltfrieden.