Whoopie Pies

Cupcakes müssen sich jetzt warm anziehen, denn jetzt erobert das nächste In-Gebäck aus den USA unsere Backstuben: Whoopie Pies! Eigentlich sind es gar keine richtigen Pies, sondern viel eher guetzliartige Sandwiches oder vielleicht auch sandwichartige Guetzli.

In den USA sind sie schon längst in aller Munde. Im Bundesstaat Maine findet man die süsse schwarz-weisse Delikatesse seit Jahrzehnten in Restaurants, Läden, Imbissbuden und an praktisch jeder Tankstelle. Mittlerweile haben sich Whoopie Pies überall in den USA ausgebreitet und tauchen bevorzugt da auf, wo noch vor kurzem Platz für Cupcakes gemacht wurde. Auch in der berühmten Magnolia Bakery werden sie verkauft, der New Yorker Konditorei, die schon den Cupcakes mit einer Szene in der Serie „Sex & the City“ zu weltweitem Ruhm verhalf.

Doch jetzt laufen die Whoopie Pies den Cupcakes langsam den Rang ab, und keiner kann wirklich sagen, warum. Vielleicht weil sie nicht so perfekt aussehen wie Cupcakes und die Sehnsucht nach einfachem hausgemachtem Genuss befriedigen. Vielleicht weil sie mit ihrer bescheidenen Optik weniger figurgefährdend wirken als Cupcakes (was leider überhaupt nicht wahr ist – denn Whoopie Pies sind traditionell mit Marshmallow- Buttercreme gefüllt. Echte Kalorienbomben also!)

Whoopie Wars – der Kampf um die Küchlein

Der Ursprung von Whoopie Pies bleibt ungeklärt. Sowohl Maine und Pennsylvania wollen sie erfunden haben. Im 2011 brach zwischen den beiden Bundesstaaten sogar ein regelrechter Whoopie-War aus. Dem Senat von Maine war ein Gesetzesentwurf vorgelegt worden, nach dem Whoopie Pies zum offiziellen Staatsgebäck erklärt werden sollten. Empörte Bürger aus Pennsylvania wehrten sich dagegen mit einer Petition. Sie behaupteten, die Pies seien in ihrem Bundesstaat erfunden worden. Amische Frauen der Gegend sollen sie gebacken und in die Provianttaschen ihrer Männer gesteckt haben. Müde von einem arbeitsreihen Morgen sollen die Bauern freudig „Whoopie!“ gerufen haben, wenn sie ein Whoopie Pie in ihrer Lunch-Tüte entdeckten. Schliesslich entschied das Parlament von Maine entschied, die Blueberry Pie zum offiziellen Staatsgebäck, die Whoopie Pies dagegen „nur“ zum „State Treat“ (Staatsleckerbissen) zu erklären.

Woher auch immer die Whoopie Pies kommen mögen – sie schmecken sündhaft gut! Letzten Sonntag habe ich welche gebacken. Mein Rezept basiert auf dem Klassiker mit Marshmallow-Fluff in der Füllung.

Meine Whoopie Pies. Übrigens: der Tortenständer auf dem Bild  ist total praktisch. Er ist aus Karton und lässt sich nach Gebrauch ganz  flach zusammenfalten. Gefunden habe ich ihn bei Zuckerwerk.

Meine Whoopie Pies. Übrigens: der Tortenständer auf dem Bild ist total praktisch. Er ist aus Karton und lässt sich ganz flach zusammenfalten. Gefunden habe ich ihn bei Zuckerwerk.

Marshmallow Fluff, eine süsse-klebrige Crème,  die genau wie Marshmallow schmeckt.

Marshmallow Fluff, eine süsse-klebrige Crème, die genau wie Marshmallow schmeckt.

Erhältlich ist es leider nur sehr, sehr schwer. Ich habe es nirgends in einem Laden gefunden und mir schliesslich eine Packung bei Amazon bestellt.

Bestimmt schmeckt auch eine gewöhnliche Buttercreme als Füllung super. Ihr findet beide Varianten in meinem Rezept Whoopie Pies mit Marshmallow Fluff. Viel Spass!