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Portugiesische Puddingtörtchen: Pastéis de Nata

Lissabon soll in diesem Jahr angeblich eines der beliebtesten Reiseziele von uns SchweizerInnen sein. Und alle Rückkehrer, die ich kenne, schwärmen von den Pastéis de Nata, den portugiesischen Puddingtörtchen! Manchmal werden sie auch Pastéis de Belém genannt.Diese wunderbaren kleinen Törtchen bestehen aus knusprigem Blätterteig und sind gefüllt mit einer herrlichen Vanillepuddingcreme. Erfunden worden sein sollen die Pastéis (Einzahl Pastel) im Hieronymuskloster in Belém, in einem Vorort von Lissabon.

Es wird erzählt, dass die Nonnen riesige Mengen Eiweiss zum Stärken ihrer Hauben benötigten, die übrig gebliebenen Eigelbe wurden in der Klosterküche verwendet, unter anderem eben in den leckeren Pastéis de Belém. Ein Mönch soll das Rezept dann an eine Zuckerraffinerie weitergegeben haben, die die Törtchen gebacken und mit grossem Erfolg verkauft hat. Aus der Raffinerie soll die Confeitaria Pastéis de Belém entstanden sein, die bis heute das erfolgereiche Rezept geheim hält und für sich reklamiert, die besten Vanilletörtchen in Portugal zu backen. Dass das zutrifft, finden wohl nicht nur viele Einheimische, auch bei Touristen hat sich das herumgesprochen, sodass man für die begehrten Teilchen bisweilen recht schlangestehen muss.

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Damit ihr nicht extra nach Lissabon reisen und auch schlangestehen müsst für die Törtchen, habe ich euch hier ein feines und recht einfaches Rezept. Einzig beim Cremekochen müsst ihr geduldig sein. Gemächlich bei kleiner Hitze die Creme nur bis vors Kochen bringen, nicht zum Kochen, wohlverstanden. Dann könnten nämlich die Eier gerinnen und die Creme würde klumpig. Also, schön langsam und bei kleiner Hitze die Creme nur grad bis vors Kochen bringen, die Pfanne sofort von der Platte nehmen und kräftig zwei Minuten weiterrühren, dann kann nichts schief gehen.

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Ich habe die Törtchen im Backblech «Mini-Cheesecake» gebacken, die finde ich sehr praktisch, da sie nicht gefettet werden muss und sich die Törtchen problemlos mit dem Ausstossboden nach dem Backen herausnehmen lassen. Wenn ihr die Form nicht besitzt, könnt ihr es auch mit einem Muffinsblech probieren, dann aber bitte gut einfetten und evtl. die Grösse der Teigrondellen anpassen.

So, nun wünsche ich viel Spass beim Nachbacken der leckeren Törtchen, ich kann euch versichern, es lohnt sich!

Und hier findet ihr das Rezept:

Pastéis de Nata