One Pot Pasta

„Don’t believe the hype!“ warnten Public Enemy schon vor langer Zeit in ihrem gleichnamigen Song. Und sehr oft hatten sie damit auch recht: Viele Trends, die erst hochgejubelt werden, lösen sich nach der ersten Euphorie schon bald in Schall und Rauch auf. Daher war ich auch bei der One Pot Pasta skeptisch. Teigwaren, die sich praktisch von selbst in einer raffinierten Sauce kochen, das kann doch nicht funktionieren. Oder zumindest nicht wirklich gut sein. Falls ihr es noch nicht gemerkt habt, ich bin Italienerin und hasse nichts mehr, als pampige Pasta, die nicht punktgenau al dente gekocht ist. Und wie soll das denn funktionieren, dass man rohe Teigwaren mit einem Haufen anderen Zutaten und etwas Flüssigkeit einfach in einen Topf wirft, kocht und sich die ganze Sache nach 10 Minuten in eine feine Pasta mit Sauce verwandelt hat?

Aber da mir in letzter Zeit so viele Leute vorgeschwärmt haben, wie toll One Pot Pasta ist, habe auch ich mich endlich getraut. Um die (fälschlicherweise) erwartete Enttäuschung möglichst gering zu halten, entschied ich mich für eine Pasta mit asiatischem Touch. Dadurch, dachte ich mir, könnte ich mich besser von meiner Vorstellung von perfekter italienischer Pasta distanzieren und ein nicht so gutes Ergebnis besser akzeptieren. Das Originalrezept stammt aus Apron & Springs, ich habe das Rezept übersetzt, umgerechnet und leicht angepasst.

Ich kann euch sagen: Public Enemy hat auch nicht immer recht. Diesem One-Pot-Pasta-Hype könnt ihr jedenfalls gern glauben.

One Pot Pasta funktioniert so:

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Alle Zutaten (natürlich gerüstet und zerkleinert) einfach mit der Flüssigkeit in eine Pfanne geben .

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Deckel schliessen und kochen. Zwischendurch 1-mal umrühren schadet wahrscheinlich nicht.

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Nach 10 Minuten Deckel öffnen, und voilà das fertige Gericht!

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Wirklich lecker geworden. Linguine Thai-Style mit Gemüse und würziger Erdnussbuttersauce.

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Ich bin begeistert. Bestimmt nicht mein letzter Versuch mit One Pot Pasta!

Wer diese One Pot Pasta nachkochen möchte, erfährt hier, wie sie gemacht wird: Rezept One Pot Pasta Thai Style

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Kommentare

  1. Gaby

    Liebe Erica
    Das Rezept tönt lecker (wie ja alles mit der sämigen Erdnussbutter drin…hihihi) und ich kann deine Bedenken als Italienerin vonll verstehen :-). Ich habe auch schon einige One-Pote-Pastas zubereitet, sie waren i.o. eigentlich sogar gut, vom Hocker gerissen haben sie mich aber wahrlich nicht. Eine v.a. für Anfänger einfache Zubereitungsart. Aber soooo neu ist die Erfindung halt wirklich nicht, tönt einfach ä chli hyper als der grossmütterliche Eintopf, nicht wahr?
    Also, aber deine Variante mit dem asiatischen Hauch (ach was: neumodisch müsste das dann ja eben Touch heissen….) gefällt mir!
    LG, Gaby

    Antworten
    1. Erica Angelone Artikelautor

      Liebe Gaby

      Ja, ich verstehe, was du meinst. Ich würde sagen, ein klassischeres Pastagericht würde ich auf jeden Fall auf konventionelle Art zubereiten, denn richtig perfekt auf den Punkt al dente, wird Pasta halt nur, wenn sie separat in viel Salzwasser gekocht wird. Und ich habe schon enige One Pot Pasta-Gerichte gesehen, die schon fast absichtlich auf One Pot getrimmt worden sind, obwohl man sie wohl fast schneller und einfacher konventionell zubereitet hätte. Aber diese Thai-Variante fand ich echt lecker.

      Lieber Gruss
      Erica

      Antworten
      1. Gaby

        Und ich hab das Rezept am Sonntag zum Znacht gemacht. Es war supi lecker (natürlich hat Tochter L. am Züüg drin rumgemäkelt… aber das kannt frau ja!)! LG, Gaby

        Antworten
        1. Erica Angelone Artikelautor

          Hahaha, lieb Gaby, ich hab meinem Sohn N. das gar nicht erst aufgetischt :))))
          Aber Hauptsache wir Erwachsenen hatten das gern, gell.

          Lieber Gruss
          Erica

          Antworten
          1. Gaby

            Oh ja! Aussichtslos mit unsern Kids, gäll! Ich habe übrigens anstelle der Tamarindenpaste wenig grüne Currypaste reingetan. Gab ne nette Schärfe (aber nur so, dass ich es auch noch gerne habe. Je älter ich werde, desto weniger scharf brauch ich…. ich will lieber die Zutaten spüren, als nur noch einen brennenden Mund haben :-)) )

          2. Erica Angelone Artikelautor

            Ah, das ist auch eine gute Idee, mit der grünen Currypaste. Früher als Teenager hab ich mich immer damit gebrüstet, wie scharf ich essen kann. So blöd. Mittlerweile hab ichs auch lieber nur mittelscharf. Man wird eben vernünftiger :)

  2. Yvonne

    Hallo zusammen 😀
    Ich bin von diesem Rezept sooo begeistert :-)
    es ist schnell zubereitet und lecker. ich habe mir das Betty Bossi Magazin bestellt und hoffe dort auf noch mehr Ideen dazu.
    Liebe Grüsse Yvonne

    Antworten
    1. Erica Angelone Artikelautor

      Liebe Yvonne

      Schön, dass dir das Rezept gefallen hat! Ich hoffe, du findest auch in der Betty Bossi Zeitung noch viele weitere gute Ideen (ich arbeite da nämlich auch mit und bin natürlich mega-happy, wenn wir einen neuen Leser gewinnen konnten).

      Lieber Gruss
      Erica

      Antworten
        1. Erica Angelone Artikelautor

          Ja, das geht mir auch so. Ich koche am liebsten die Rezepte aus „Schnell & einfach“ – die sind wirklich mega unkompliziert und super für jeden Tag.
          Lieber Gruss

          Antworten

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