Kosmetik: möglichst reduziert und essbar!

Nach der Üppigkeit der Weihnachtszeit überkommt mich im Januar immer die Lust, mein Leben und mein Zuhause zu entschlacken. Alles Unnötige muss weg, Nippes verschwinden in Schachteln im Keller. Ich entrümple rigoros Schränke und Schubladen, alles, was ich ein Jahr oder länger nicht getragen oder gebraucht habe, kommt weg.

Auch dieses Jahr bin ich wieder mit dem eisernen Besen durchs Haus, hab Sammelsäcke mit Schuhen und Kleidern gefüllt, Kisten mit Dingen fürs Brockenhaus bereitgestellt. Als die Schubladen im Bad dran waren und ich alle Flacons, Tiegel, Döschen, Parfümproben und Fläschchen sortiert habe, musste ich feststellen, dass sich wie jedes Jahr wieder einiges angesammelt hat, das ich nie aufbrauchen werde. Da ist die Hyaluron-Dingsbumscreme, die ich nicht vertragen habe, das Serum, das nichts gebracht hat, das Shampoo, das für einen Bad Hair Day garantierte, und so weiter. Ich habe alles seufzend in den Abfall gesteckt und mir geschworen, dieses Jahr wirklich nicht mehr auf Versprechungen der Schönheitsindustrie reinzufallen und nur noch zu kaufen, was es wirklich braucht. Da stellt sich nun die Frage: Wie sieht also eine minimalistische und dennoch zweckmässige Bestückung eines Badezimmers aus?

Ich habe etwas im Internet gestöbert und einige echt reduzierte Vorschläge für die minimalistische Schönheitspflege gefunden. Bei meiner Recherche bin ich auch auf Diskussionen gestossen, was denn gesund für die Haut ist und was eben nicht… Dabei ist mir ein Satz hängen geblieben, der oft so oder ähnlich in Foren und Blogs zu Reduktion und Einfachheit zitiert wird: Auf meine Haut kommt nichts, was man nicht auch essen könnte. Also mal ehrlich, meine Hyaluron-wie-auch-immer-Creme hätte ich echt nicht probieren wollen!

Ins Schwärmen kommen viele Beauty-Puristinnen für Virgin Coconut Oil, kalt gepresstes Kokosnussöl. Es soll für jede Haut von Kopf bis Fuss und auch für die Haare ein wahres Wundermittel sein. Mit einem einzigen Glas im Bad eine glatte Haut und seidige Haare bekommen wie eine Südseeinsulanerin? Wär ja toll. Weitere Recherchen haben ergeben, dass das Kokosöl, das bei Zimmertemperatur fest wie ein Fett ist, auch in der Küche und für die Gesundheit gute Dienste leisten soll, also habe ich mir ein Glas Südseeschönheit und Küchengesundheit bestellt.

 

Für Küche und Bad gleichermassen geeignet: kaltgepresstes Bio-Kokosöl.

Für Küche und Bad gleichermassen geeignet: kaltgepresstes Bio-Kokosöl.

In einem neutralen Glastigel macht das Kokosöl auch im Bad eine gute Figur.

In einem neutralen Glastigel macht das Kokosöl auch im Bad eine gute Figur.

Kokosnussöl von guter Qualität muss kaltgepresst sein, wenn möglich Bio-Qualität und fair trade. Es ist zwar reich an gesättigten Fettsäuren, hat aber dennoch viele gesundheitliche Vorzüge. Mehr darüber findet ihr bei kokosoel.info und Zentrum der Gesundheit. Was mich am meisten interessiert, ist das Braten mit dem Kokosöl, da es hoch erhitzbar ist, neben Ghee (ausgelassener Butter) und speziellen, leider raffinierten Ölen schafft das kaum ein Fettstoff, ohne dass gesundheitsschädigende Stoffe entstehen. Und natürlich die Potenz als Allrounder in meinem entrümpelten Bad. Fortwerfen muss ich das Kokosöl eh nicht, taugt es nichts für die Schönheit, wird das Öl halt verspeist.

Alles ess- bzw. trinkbar, Sole, Himalajasalz, Orangenblütenaufguss, Kokosöl.

Alles ess- bzw. trinkbar, Sole, Himalajasalz, Orangenblütenaufguss, Kokosöl.

Noch hab ich es nicht ganz geschafft, nur noch essbare Mittelchen im Bad zu haben. Essbar sind:

  • Sole zum Zähneputzen
  • Himalajasalz zum Baden
  • ein selbst gemachtes Tonic, ein kräftiger Orangenblütenaufguss
  • Kokosöl als Gesichtscreme, Bodylotion, Augen-, Lippen-, Hand-, Nagel- und Fusspflege sowie als Haarspitzenpflege (nach dem eincremen mit den noch ganz leicht öligen Fingerspitzen Haarspitzen zurecht zupfen und Spitzen pflegen)
Mir gefällt mein reduzierter Bestand an im Bad.

Mir gefällt mein reduzierter Bestand im Bad.

Auch die Inhaltsstoffe meiner Naturseife waren vor dem verseifen mit Lauge essbar, jetzt würd ich allerdings nicht mehr reinbeissen. Worauf ich nicht verzichten kann und noch keinen essbaren Ersatz gefunden habe: Deo, Shampoo, Hairspray und Parfüm. Aber mit meinem reduzierten Bestand bin ich jetzt ganz zufrieden. Seit drei Wochen hab ich das jetzt ausprobiert und vermisse ehrlich gesagt nichts! Vielleicht werde ich noch ganz auf das Shampoo verzichten, denn das Haarewaschen klappt auch ganz gut mit der Seife, wenn man hie und da eine Essig- oder Zitronenwasserspülung macht, die dann ja auch wieder essbar wäre.

Kokosnussöl in der Küche

Auch in der Küche hat sich das Kokosöl bestens bewährt, zum Braten und zum Dämpfen. Meine Befürchtungen, dass dann alles nach Kokos schmeckt, waren unbegründet. Den Härtetest machte ich mit einer Bratwurst und einem Kabis-Kartoffel-Eintopf mit Kümmel, denn an beidem hätte ich Kokosgeschmack echt nicht gewollt. War aber alles bestens, auch ein Coq au vin ist prima geworden, das Poulet wurde übrigens beim Anbraten schön braun und kross. Das Kokosöl wird also ab sofort einen festen Platz in meiner Küche haben, und im Bad bleibt es auch.

Tipps, wie ihr das Kokosnussöl kosmetisch anwenden könnt, findet ihr bei kokosoel.info und Zentrum der Gesundheit, da gibt’s auch Tipps für die Verwendung in der Küche und interessante Infos zu den positiven gesundheitlichen Aspekten von Kokosöl.

Erhältlich ist kaltgepresstes Kokosöl in grösseren Coop Supermärkten, Reformhäusern, Bio-Läden und Online-Shops, z. B. bei KokosPalme.ch.