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Gado Gado – indonesischer Gemüsesalat mit Erdnusssauce

Freitag ist bei mir Blogtag, und dieser Freitag war tropisch heiss! Tropen? Genau, da hab ich doch etwas für euch. In meinem Rezept-Kistchen «Reisesouvenirs» wartet das Gado Gado schon lange darauf, dass ich es mit euch teile. Das Rezept stammt aus einem kleinen Restaurant auf Bali.

Während ich schnippelnd in der Küche stehe, hab ich Schweissperlen auf der Stirn und aus der Musikanlage dröhnt Dangdut (davon später); die tropische Stimmung passt wunderbar zu meinen Erinnerungen: Das kleine ruma makan, ein einfaches, familiäres Restaurant inmitten von grünen Reisfeldern, ein leichter Wind lässt die Ähren rascheln und das Windspiel aus Bambus klimpern.

Das Haus hat nur eine Wand, die anderen drei Seiten sind offen, nur mit Bambusrollos versehen. Zwischen den vier Tischen spielen die drei Kinder der Wirtsleute, er ist irgendwo in den Feldern, sie steht in der Küche und macht das beste Gado Gado, das ich je gegessen habe! Das Gemüse variiert je nach Saison, oft mit dabei sind Wasserspinat und Bohnen. Was ein Gado Gado aber zu einem guten Gado Gado macht, das ist die Sauce! Und die hat mir die freundliche Balinesin verraten.

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Ihr könnt natürlich die Erdnüsse auch selber im Mörser zerkleinern. Aber für das Rezept aus dem ruma makan wird Erdnussbutter (Crunchy) verwendet, das ist nicht nur praktisch, sondern sehr fein! Ansonsten braucht ihr noch Sojasauce, Ingwer, Chili, Limettensaft, Knoblauch, Zitronengras und Kokosmilch, das alles wird püriert, fertig.

Auch ich habe mich bei der Gemüseauswahl von der Saison inspirieren lassen, heute gibt es Bohnen, Chinakohl, Mungbohnensprossen, Gurken und Tomaten, hart gekochte Eier gehören für mich auch unbedingt auf ein Gado Gado. Und dann habe ich für euch noch eine zweite Variante zubereitet, die ich auch sehr mag.

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Chinakohl, Gurken und Tomaten sind roh. Die Sprossen und der Mais sind blanchiert, die Bohnen knapp weich gekocht. Hart gekochte Eier gehören für mich unbedingt auf ein Gado Gado. Vor dem Servieren einen Klacks der Erdnusssauce aufs Gemüse geben, restliche Sauce dazu servieren.

Ich war oft in Indonesien, ich spreche sogar ein ganz klein wenig Bahasa Indonesia, und mitgebracht habe ich nebst einigen Rezpeten die Vorliebe für indonesische Musik, klassisches Gamelan, aber auch für den indonesischen Synthisizer-Pop der 70-er Jahre, Dangdut. Wenn ihr also das Gado Gado serviert, sucht in einem Musik-Streaming-Service nach Gamelan, oder wenn euch das zu reduziert ist, nach Dangdut, wenn es draussen dann noch so heiss ist, wie bei mir in der Küche, dann habt ihr das perfekte Rahmenprogramm, für eine virtuelle Reise nach Indonesien. En Guete – oder eben: Selamat makan!

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Zu einem Gado Gado werden Kroepoek serviert, die knusprigen Crevetten-Chips passen perfekt zur Erdnusssauce. Vorsicht, Suchtgefahr!

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Ihr könnt das Gado Gado entweder nach Sorten getrennt auf Teller verteilen und oder alles Gemüse mischen und auf einer Platte anrichten. Für diese Variante habe ich noch geräucherten Tofu in Streifen geschnitten und angebraten, schmeckt auch sehr fein!

 

Und wenn ihr das Gericht ausprobieren möchtet, findet ihr das Rezept hier:

Gado Gado – indonesischer Gemüsesalat mit Erdnusssauce