Fasnacht – von wegen Fastenzeit!

Ein bisschen gemein ist es ja schon: Kaum hat man sich den Weihnachtsspeck mühsam wieder von den Hüften abtrainiert, locken schon die nächsten kulinarischen Versuchungen. In Form von Fasnachtschüechli, Berliner, Zigerkrapfen und wie sie sonst noch alle heissen. Und kaum ist man dann die Fasnachtspölsterchen wieder los, kommen auch schon die Osterhasen…. Aber gut, eins nach dem andern. Jetzt fröne ich erstmal den Fasnachtsfreuden, und dann sehen wir weiter.

Neulich bin ich auf eine Fasnachtsspezialität gestossen, die ich noch nicht kannte: die „Schiacciata fiorentina“, was so viel heisst wie „die plattgedrückte aus Florenz“. Vielleicht heisst der Kuchen so, weil er ziemlich flach ist und traditionell nicht höher als 3 cm sein darf. Ins Auge gestochen ist er mir, weil er im Gegensatz zu den meisten anderen Fasnachtsspezialitäten nicht frittiert ist. Ich mag frittieren nämlich nicht so, weil ich nie weiss, was ich mit dem gebrauchten Öl hinterher machen soll.

Zugegeben, die Schiacciata fiorentina besticht nicht durch besondere Raffinesse, aber wer einfache, unkomplizierte Kuchen mag und Lust auf was Neues hat, der wird sich daran erfreuen. Von den unzähligen Rezepten, die es davon gibt, habe ich dieses ausprobiert und für Euch auf Deutsch übersetzt.

Zutaten (für 6 Personen)

  • 150 g  Zucker
  • 1  Ei
  • 100 g  Butter, weich
  • 1 Päckli  Vanillezucker
  • 12 g  Bierhefe (ich habe 2 Päckli Hefepulver genommen = 14 g)
  • 1  Orange, Schale
  • ½  Becher Orangesaft (ich bin von 1 dl ausgegangen)
  • 1 EL  Orangenlikör
  • ½ dl  Milch
  • 1  Prise Salz
  • 1/3 TL  Teelöffel Safran (habe ich weggelassen, weil ich keinen hatte)
  • 300 g  Mehl
  • Puderzucker zum
  • Kakaopulver zum Bestäuben

Zubereitung

  1. Zucker und Ei gut verrühren. Butter, Vanillezucker, Hefepulver, Orangenschale und -saft, Orangenlikör, Milch, Salz und evtl. Safran darunter rühren.
  2. Das Mehl gut daruntermischen, Teig in eine gefettete rechteckige Form füllen (ca. 2 cm hoch; ich habe eine quadratische Springform von 18 x 18 cm verwendet).
  3. Backen: ca. 30 Min. in der Mitte des auf 160 Grad vorgeheizten Backofens. Backprobe: Mit einem Holzspiesschen oder einer Stricknadel gegen Ende der angegebenen Backzeit an der dicksten Stelle ins Gebäck stechen. Es darf kein Teig mehr am Stäbchen oder der Nadel kleben.
  4. Kuchen auf einem Gitter abkühlen, mit Puderzucker bestäuben. Für das typische Florentiner Wappenzeichen, eine Wappenlilie auf ein Stück Papier zeichnen, ausschneiden, Schablone auf den Kuchen legen, mit Kakaopulver bestäuben.