Dutch Baby Pancake

Dutch Baby

Es gibt Rezepte mit so faszinierenden Namen, dass man sie einfach zubereiten will. World Peace Cookies zum Beispiel oder Dutch Baby.

Dutch Baby klingt ziemlich vielversprechend. Ich denke logischerweise sofort an ein Baby, und das ist ja schon mal ziemlich süss. Ist es vielleicht ein Gebäck, das so zart und weich ist wie ein Baby-Popo? Irgendwie schwingt auch ein bisschen Rock’n’roll im Wort mit, vielleicht wegen Cry-Baby und Johnny Depp, der darin die Hauptrolle spielt. Ist auch völlig egal – als ich ein Bild von einem Dutch Baby gesehen hatte, wusste ich auf jeden Fall, dass ich es bei der nächsten Gelegenheit ausprobieren würde.

Eigentlich ist das Dutch Baby nichts anderes als ein Pancake oder ein Pfannkuchen, der aber im Ofen gebacken wird. Normalerweise wird er mit Puderzucker und Zitronensaft oder Ahornsirup serviert. Ich habe meine Lieblingsbeeren darüber verteilt; man könnte ihn aber auch mit pikanten Zutaten, etwa gebratenen Pilzen oder geräuchertem Lachs belegen.

Die Geschichte des Dutch Baby Pancakes

Wikipedia sagt, dass dieser besondere Pfannkuchen anfangs des 20. Jahrunderts im Manca’s Café in Seattle (Washington) enstanden ist, wo German Pancakes (oder „Deutsche Pfannkuchen“) serviert wurden. Die kleine Tochter des Besitzers wollte das Wort „Deutsch“ sagen, konnte es aber nicht richtig aussprechen und sagte stattdessen sowas wie Dutch. So sollen die Dutch Baby Pancakes zu ihrem Namen gekommen sein.

Gestern habe ich zum ersten Mal ein Dutch Baby gebacken – das war ein echtes Erlebnis, nicht nur im Geschmack, sondern in der ganzen Zubereitung. Die Basis ist ein einfacher Omelettenteig, dann heizt man eine ofenfeste Pfanne im Backofen vor, lässt etwas Butter darin schmelzen, leert den Teig hinein und stellt die Pfanne in den Ofen. Nach wenigen Minuten beginnt der Teig, sich aufzublähen, zuerst am Rand, dann immer höher auch in der Mitte, bis er wie eine fluffige Hügellandschaft aussieht. Am besten trommelt ihr alle Anwesenden vor dem Backofen zusammen, wenn ihr das Dutch Baby herausnehmt, denn leider ist das Spektakel von sehr kurzer Dauer, schon nach wenigen Sekunden sinkt der Teig in sich zusammen.

Da ich allein in der Küche war, habe ich es nicht geschafft, rechtzeitig ein Foto zu machen. Mein Exemplar hat schon einiges an Volumen verloren, aber ich denke, ihr bekommt hier dennoch einen Eindruck, wie es unmittelbar nach dem Backen ausgesehen haben könnte – fast wie ein weicher Baby-Popo…!

Dutch Baby

Leider schon nicht mehr ganz so fluffig wie noch wenige Sekunden zuvor – wer ein Dutch Baby fotografieren will, muss blitzschnell sein. Oder einen Fotoassistenten haben.

Dutch Baby 5

So, jetzt wo die Beeren darauf liegen, sieht er definitiv platt – aber immer noch lecker – aus!

Etwas Puderzucker darüberstreuen und jetzt…. Tschüss! Ich bin dann mal weg, muss mein Dutch Baby essen!

Dutch Baby 7

Ach so, fast hätt ichs vergessen, wer das Rezept nachmachen möchte, kann es hier herunterladen.

Dutch Baby Pancakes

 

 

 

 

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