Churros con chocolate – Frühstück in Spanien

Als ich ein Kind war, wechselten wir im Sommer immer ab: einmal verbrachten wir die Ferien in Italien, wo mein Vater herkommt – einmal in Spanien, der Heimat meiner Mutter. Irgendwann wurden die Italien-Urlaube immer häufiger und die in Spanien immer seltener, aber eine Erinnerung ist mir immer geblieben: Churros mit heisser Schokolade.

Churros hat uns meine Mutter jeweils in einem Café in Pola de Siero, einem kleinen Städtchen in der spanischen Provinz Asturien bestellt. Wir tunkten die langen Teigstangen in der heissen Schokolade, die dazu serviert wurde. Auch an diese kann ich mich genau erinnern: sie war viel dicker und schokoladiger als die „heisse Schoggi“, die wir in der Schweiz kannten.

Churros sind Stangen aus sowas ähnlichem wie Brandteig, die in heissem Öl frittiert und dann mit Zucker bestreut werden. Man kennt sie auch in Portugal, in Lateinamerika und den Philippinen. In Spanien isst man sie gern zum Frühstück, aber eigentlich sind sie zu jeder Tageszeit heiss begehrt.

Der Ursprung von Churros ist unklar. Eine Theorie ist, dass sie eine Nachahmung der chinesischen Youtiao sind, welche die Portugiesen in ihren Orient-Reisen kennengelernt hatten. Eine andere Vermutung besagt, dass sie von spanischen Schafhirten als eine Art Notlösung zubereitet wurden, wenn sie Lust auf frisches Gebäck hatten. Denn Churros konnte man auch in den Bergen ganz einfach auf offenem Feuer zubereiten.

Ich habe lange Zeit nicht mehr an Churros gedacht, geschweige denn welche gegessen – schliesslich begegnet man ihnen hier nicht alle Tage. Gelegentlich findet man sie an Multi-Kulti-Strassenfesten oder in besonderen Restaurants (z.B. im Tres Kilos in Zürich). Und neulich hat mir meine Mutter wieder mal ihr Leid geklagt, wie gern sie Churros essen würde, aber selber welche zu machen war ihr zu mühsam. Mir aber nicht!

Und so habe ich letztes Wochenende welche zubereitet. Rezepte für Churros gibt es sehr viele. Mit und ohne Eier, mit und ohne Zucker, mit und ohne Backpulver – ob ich das allerbeste für Euch gefunden habe, kann ich leider nicht sagen – meine Mutter hat mir jedoch versichert, ein traditionelles Churro-Rezept bestehe nur aus Mehl, Wasser, Öl und Salz. Und (fast) genauso habe ich sie auch gemacht.

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Ein ziemlich harter Brocken, dieser Teig. Aber mit der so genannten Churrera lässt er sich problemlos zu Stangen spritzen.

 

 Wer regelmässig Churros macht, legt sich am besten eine Churrera zu. Das ist wie eine Teigspritze, mit der man die Churros direkt ins heisse Öl drückt. Es geht auch mit einem Spritzsack, aber mit der Churrera lässt sich der doch relativ zähe Teig viel leichter durchpressen.

Wer regelmässig Churros macht, legt sich am besten eine Churrera zu. Das ist wie eine Teigspritze, mit der man die Churros direkt ins heisse Öl drückt. Es geht auch mit einem Spritzsack, aber mit der Churrera lässt sich der doch relativ zähe Teig viel leichter durchpressen.

 

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Die Teigstangen werden in reichlich Öl frittiert, bis sie goldgelb und knusprig sind.

 

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Fertig sind die Churros mit der dicken Schokoladesauce – ein Traum!

 

Wer auch einmal hausgemachte Churros con chocolate probieren möchte findet hier das Rezept Churros con chocolate

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