10 Tipps für weniger Chaos nach dem Kochen

Mein Mann und ich, wir haben eine Abmachung: Derjenige, der kocht, braucht hinterher nichts aufräumen. Weil er ja schon so nett war, sich überhaupt ein familientaugliches Abendessen einfallen zu lassen, dann in aller

Eile aus dem Büro zu stürzen, einzukaufen, die Zutaten zu schnipseln und rechtzeitig (bevor der Kleine anfängt zu brüllen) auf den Tisch zu bringen. Der andere, der einfach nur nach Hause kommen und sich an den Tisch setzen durfte, der muss dafür alles abräumen und saubermachen.

Klingt doch fair. Ist es aber nicht immer. Vor allem nicht für mich. Denn, wenn mein Mann kocht, sieht die Küche hinterher wie ein Katastrophengebiet aus.

Etwa so:

chaos in the kitchen

Photo: Firma V – Fotolia.com

Bei mir dagegen sieht nach wenigen Handgriffen alles wieder tipptopp aus. Naja, meistens auf jeden Fall. Ich hab mir drum mal überlegt, was ich anders mache als mein Mann, und daraus eine Liste der wichtigsten Tipps für eine chaosfreie Küche nach dem Kochen zusammengestellt.

Vielleicht kann sie dem einen oder anderen von Euch nützen. Es geht im Wesentlichen nur um ein paar Kleinigkeiten, die jedoch, wenn man sie sich zur Gewohnheit macht, grosse Wirkung zeigen.

Es mag ein bisschen spiessig wirken, bei so einer kreativen Tätigkeit wie dem Kochen, so überlegt vorzugehen, aber das ist mir egal. Hauptsache ich kann nach dem Essen möglichst bald relaxen. Also, hier meine Regeln:

 

1.  Sauber Starten

pulizie di primavera

Bild: dabobabo – Fotolia.com

In einer unordentlichen Küche fällt effizientes und sauberes Arbeiten schwerer. Schmutziges Geschirr im Spülbecken und herumliegendes Zeug nehmen Arbeitsfläche weg. Eine ordentliche, saubere Küche motiviert, diesen Idealzustand auch zu erhalten.

 

2.  Zuerst die Spülmaschine leeren

GeschirrspuelerSchön blöd, wenn man  nach dem Essen, das Geschirr in die Maschine stellen möchte, und sie ist noch voll! Aber auch schon während des Kochens ist ein leerer Geschirrspüler Gold wert, nämlich um nicht mehr benötigtes Geschirr und Werkzeug gleich wegzuräumen (siehe dazu auch Punkt 7).

 

3. Eine Mise en place machen

Mise en placeIch gebe es zu: Ich mach das auch nicht immer, aber sehr oft bereue ich es. Die „Mise en place“ heisst auf Französisch „an den rechten Ort gestellt“ und bedeutet, dass alle Zutaten abgemessen, geschält, geschnitten oder sonstwie kochfertig bereitgestellt werden. Die Mise en place sorgt dafür, dass ihr das Rezept in einem Zug durchkochen könnt, und verhindert, dass ihr mitten in einem heiklen Vorgang hektisch nach dem Basilikum wühlen müsst, um diesen noch schnell zu schneiden. Denn beim Rumwühlen in den Zutaten fällt vielleicht ein Gewürzglas um, das Kochwasser schwappt über oder die Sauce brennt an.

 

4. In der Packung schneiden

Feta schneidenViele Nahrungsmittel, wie etwa Feta, Fischfilets oder Pouletbrüstli lassen sich super direkt in der Packung schneiden. Wozu extra ein Schneidebrett  hervornehmen, das doch nur wieder gewaschen werden muss?

 

5. Angefangenen Packungen nach dem Abmessen sofort versorgen

versorgenSobald ihr die richtige Menge Rahm, Zucker, Curry oder was auch immer abgemessen habt, die Packung sofort versorgen.  Herumstehendes Zeug nimmt Platz weg, macht die Arbeitsfläche unübersichtlich, läuft Gefahr verschüttet zu werden – und muss ja doch irgendwann versorgt werden. Also lieber gleich, dafür hinterher relaxen.

 

6. Abfälle sofrot wegwerfen

AbfallLeere Verpackungen sofort wegwerfen. Das fällt viel einfacher, als hinterher alles an verschiedenen Stellen einzusammeln. Wenn ihr fortlaufend alles beseitigt, bleibt eure Arbeitsfläche grösser und sauberer.

 

7. Nicht mehr benötigtes Geschirr und Werkzeug in den Geschirrspüler stellen

Dishwasher job

Bild: gani_dteurope – Fotolia.com

Schneidebretter, Messer, Schüsseln und anderes Werkzeug entweder sofort kurz spülen, damit ihr sie wieder verwenden könnt, oder –  wenn etwas sicher nicht mehr benötigt wird –  sofort in den Geschirrspüler damit. Weg ist weg.

 

8. Verschüttetes sofort wegputzen

putzen 011Verschüttete Zutaten, Spritzer und Kleckereien sofort wegmachen. Sonst müsst ihr das später mühsam abkratzen, weil es schön eingetrocknet ist. Ausserdem: Ein Unglück kommt selten allein, und wenn ihr die Sauerei nicht gleich wegmacht, macht ihrs sicher noch schlimmer, indem ihr noch aus Versehen etwas Sauberes draufsetzt.

 

9. Niemals nutzlos herumstehen

kitchen woman cuisineWenn ihr grad kurz warten müsst, weil die Sauce in der Pfanne köchelt oder die Zwiebeln vor sich hindünsten, steht nicht einfach herum. Lest auch nicht noch schnell die News auf Eurem Handy. Nutzt diese kurzen Wartezeiten lieber um den Fleck an der Backofentür aufzuwischen oder um schon mal die Maschine mit Spülmittel zu füllen. Es mag reizvoll sein, aus Langweile noch schnell Facebook zu checken – aber mal ehrlich: Was bringts? Da steht nicht alle 5 Minuten was Neues, und wenn schon, lest es in Ruhe später, auf dem Sofa, wenn ihr statt Aufräumen abhängen könnt.

 

10. Einfacher kochen

N05S10B1_14Ist es wirklich nötig, jeden Abend ein Meisterwerk aufzutischen? Nach einem hektischen Tag – so gehts zumindest mir – ist man doch oft gar nicht mehr richtig aufnahmefähig für raffinierten Genuss, sondern man möchte sich einfach den Bauch mit etwas Nettem füllen. Da braucht man keine Vorspeise und verschiedene Beilagen. Spart euch eure Kochkünste für das Wochenende, wenn ihr mehr Zeit habt, und wählt für den Alltag etwas Einfaches. Denn einfacher kochen heisst auch, weniger Zutaten, weniger schmutzige Schüsseln, Pfannen, und Werkzeuge.

Die besten Rezepte für den Alltag findet ihr immer in der Betty Bossi Zeitung, in der Rubrik "Schnell & einfach".

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